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Sport und Bewusstsein

Bewusstsein Das Runners- High
Bei manchen glücklichen Langstreckenläufern soll es schon einmal vorgekommen sein, das viel zitierte Runners High. Ein Rauschzustand, in dem der Sportler das Gefühl hat, ewig weiterlaufen zu wollen und auch vollkommen überzeugt ist, dazu fähig zu sein. Unvorstellbar angenehm, so eine Endorphin- Belohnung, die jede Mühe, jeden vorigen Schritt wert macht. Endorphine, die Glücksgefühle, haben ihren Namen wegen dieser beflügelnden, sich selbst genug zum puren Glück sein- Wirkung von den Drogen, die diese Erfahrungen chemisch herbeiführen. Von den Morphinen (Opiaten). End- Orphin ist die Abkürzung für endogene Morphine, was übersetzt soviel heißt wie körpereigene Morphine. Die sind fähig, Schmerzen zu vergessen, Angst zu lösen, den Körper und Geist zu beruhigen, Glücksgefühle bis zum wohligen Glücksrausch (Trance) anzuregen (Unterbewusstsein programmieren).
Als diese Hormone in den 1970ern entdeckt wurden und die Verbindung zu den Hochgefühlen der leistungssportlichen Läufer geschlagen wurde, kam es zu vielen (heute skeptisch zu betrachtenden) Spekulationen über die Sucht nach Sport. Lange wurde angenommen, Langstreckenläufe könnten auch die Sucht nach Heroin oder Opium heilen.
Leider war dieser Therapieansatz nicht die Patentlösung für diese Süchte.

Denn der überhaupt annähernd morphin- artige Anstieg an Endorphinen ist wenn überhaupt, dann nur bei sehr hoch trainierten Sportlern und dann auch nur unter extremster Belastung möglich. Und auf keinen Fall vorhersagbar oder durch bestimmte Verhaltensweisen erreichbar.
Die Wissenschaftler haben sich auch bisher noch nicht auf die Ursache für dieses Trance- Phänomen einigen können.
Die einen halten es für die Auswirkungen des Rhythmus, der beim Laufen gehalten wird und die Gehirnströme, die dadurch angeregt werden.
Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Körper in solchen Fällen optimal mit Sauerstoff versorgt ist, was sonst nie der Fall ist.
Eine andere Theorie bezweifelt seit der Nachforschung über das Runners High sogar, dass Sport den Körper und das Gehirn mit mehr Sauerstoff versorgt, eine bisher als gültig angesehene Tatsache. Professor Stoll, Dozent an der Universität für Sportpsychologie in Halle hat diese Theorie aufgestellt und erklärt das Runners High so: bei hohen Belastungen müsse das Gehirn mit seinen Kräften haushalten und schaltet sozusagen einfach einen Teil des Denken ab. Nein, Sportler sind dadurch nicht weniger intelligent, sie wälzen nur einfach keine Probleme mehr. Denn genau der Teil, der für kritische Bewertungen (der Lebenssituation, seiner selbst und der Umstände) zuständig ist, der präfrontale Cortex, ein Bereich der Großhirnrinde, schaltet sich ab. So entsteht im Läufer der Eindruck, als bewege er sich beinahe ohne eigenes Zutun fort!
Diese Theorie trägt übrigens den Namen "transiente Hypofrontalitätstheorie".

Weiterführende Informationen:
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